Gesunde Ernährung sorgt für Wohlbefinden
“Der Mensch ist, was er isst!” mit diesem viel zitierten Ausspruch brachte der Philosoph Ludwig Andreas Feuerbach einen herausragenden Zusammenhang auf den Punkt. Doch leider werden heute nur die wenigsten Lebensmittel nicht zuvor irgendeiner industriellen Behandlung unterzogen. Im Mikrowellenzeitalter wird so viel gespritzt, isoliert, eingefroren, erhitzt und konzentriert, dass wir eigentlich kaum noch wissen, wie frische tierische Produkte oder natürlich geerntetes Gemüse, Obst und Getreide überhaupt schmecken.
Energiebedarf
Ein Erwachsener, der am Tag einer gewöhnlichen Arbeit mit mittlerer Belastung nachgeht, hat einen Energiebedarf von täglich 15.000 kJ. Das entspricht dem Nährgehalt von 90 g Eiweiß, 90 g Fett und 550 g Kohlenhydrate. Die Deckung des persönlichen Tagesbedarfs der wichtigsten Nahrungsbestandteile ist ausschlaggebend für eine stabile Gesundheit. Die Eiweiße zum Beispiel sind die Bausteine des Körpers und beteiligt an vielen Stoffwechselvorgängen. Der Körper vermag fast kein Eiweiß zu speichern, warum es auf jeden Fall täglich zugeführt werden muss. Fette sind der energiereichste Nahrungsstoff. Tierische Fette bestehen hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren. Man sollte aber pro Tag auch mindestens 20g ungesättigte Fette zu sich nehmen. Kalt gepresste und naturbelassene Pflanzenöle sind nämlich weitaus gesünder.
Wichtige Inhaltsstoffe
Kohlehydrate bilden den wichtigsten Brennstoff des Körpers und sich zugleich Kraftquelle für Muskeln und Nerven. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass genug Vitalstoffe, wie Vitamine, Spurenelemente, Fermente, Ballaststoffe und natürlich entsprechende Mengen Wasser aufgenommen werden. Um vor allem den Vitaminbedarf zu decken, sollte man ausreichend Rohkost zu sich nehmen. Obst und Gemüse enthält aber auch in getrocknetem Zustand noch wertvolle Inhaltsstoffe. Am sichersten ist es wohl die Früchte selbst im Backofen zu dörren. Pilze und Apfelringe können aber auch einfach auf Backbleche verteilt auf der Heizung getrocknet werden. Letztlich sollte die Nahrung gleichzeitig die alltägliche Medizin für den eigenen Körper sein. Für bestimmte Körperschwächen gibt es gute Rezepte, so zum Beispiel die nervenstärkenden Kekse der Hildegard von Bingen, von denen man natürlich keine ganzen Backbleche voll essen sollte, die aber wohl dosiert wirklich eine beruhigende Wirkung auf angespannte Nerven haben. Wie man sieht sind Ernährung und Wohlbefinden untrennbar miteinander verknüpft.